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Jan 5, 2026

Erste Hälfte kostet am Ende bitter: TKS49ers verlieren Jahresauftakt zu Hause

Im ersten Spiel des neuen Jahres können die 49ers den Hinrundensieg in Rhöndorf nicht wiederholen und müssen sich, trotz eines 17-Punkte-Comebacks, mit 77:91 geschlagen geben.

Eröffnet wird die Partie mit einem 7:2 Lauf der 49ers, doch lange dauert die euphorische Stimmung der Gastgeber nicht an. Rhöndorf fängt sich und beendet das Viertel mit einem 19:4 Lauf. Die schon zweistellige Führung kommt zum einen durch eine mangelnde Physis der 49ers am defensiven Brett zustande, als auch durch eine ernüchternde Trefferquote von gerade einmal 20 %.

Nach einer lautstarken Ansage in der Viertelpause scheint die Offensive zuerst wieder ins Rollen zu kommen. Zunächst bauen die Gäste ihre Führung so in den ersten 5 Minuten des Abschnitts nicht weiter aus. Doch das erneute Ausbleiben von Treffern lässt die Rhöndorfer Führung auf bis zu 17 Punkte anwachsen. Mit nun einem größeren Fokus auf den Zug zum Korb kämpfen sich die 49ers, ebenso über das offensive Brett und die Freiwurflinie, wieder zurück in Schlagdistanz von 34:42 zur Halbzeitpause.

Im 3. Abschnitt jedoch wachen die 49ers endlich auf, 11 Punkte von Jenö Pildner und 9 von Lukas Wagner geben den nötigen Schub, um den Ausgleich zu forcieren. 45% hinter der 3er Linie und über 62% innerhalb, bringen die Halle in Rage. Mit den Fans und dem Momentum im Rücken gehen sie so mit vollgetanktem Selbstbewusstsein in den letzten Abschnitt.

In diesem halten Sie dem Druck der Gäste aber nicht lange Stand. Nach 2 Minuten fangen die Rhöndorfer erneut an, sich abzusetzen. Es fehlen erneut die Antworten der Gastgeber. Dazu kommt noch eine lückenhafte Defense. In der Rotation sind sie zu oft zu spät, um den Wurf zu beeinflussen.

So gelingt der Anschluss an den Rest der Tabelle für die 49ers nicht. Für die Gäste bedeutet der Sieg den Einzug in die Playoff-Plätze.

Coach Max Becker der Dragons zeigt sich nach dem Spiel mit seiner jungen Mannschaft sichtlich zufrieden, welche ohne ihren Top Spieler Jorge Sanchez auskommen musste. Vor allem seinen beiden Aufbauspielern, welche beide aus dem Jahrgang 2008 kommen, spricht er sein Lob aus.

Ihr Gameplan, die Zonen-Präsenz der 49ers zu nehmen und das Rebound Duell zu gewinnen, ging voll auf.

Auf der anderen Seite ist Drazan Tomic frustriert: „Mit dieser Einstellung können wir nicht Heimspiele eröffnen.“. In der Zone fehlt ihm die nötige Aggressivität und Schnelligkeit. Vor allem auf den großen Positionen war die Leistung heute nicht ausreichend. Nicht nur die Rebounds waren ein Problem, sondern auch die Chancenverwertung. Dort konnte selbst die monumentale Bemühung von Jenö Pildner mit 28 Punkten nicht ausreichen.

Um wieder auf den richtigen Weg zu gelangen, will Tomic in der kommenden Woche: „Den Fokus wieder umlegen auf unsere Verteidigung“ und wieder eine härtere Mann-Mann Verteidigung einbringen.

Felix Rothe

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